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1993

1993 –  Neue CD „A Cappella“

     
28.11. Eupen, Hotel Ambassador CD-Präsentation „A Cappella“ im Rahmen eines Benefizkonzertes zugunsten der Josephine-Koch-Stiftung
05.12. Kettenis, St. Katharina Konzertauftritt im Rahmen von „Weihnachten in der Stadt“
24.12. Eupen, St. Nikolaus-Hospital Gestaltung der weihnachtlichen Festmesse für die Kranken und Mitarbeiter
24.12. Eupen, Klosterkapelle Garnstock Gestaltung der weihnachtlichen Christmette
25.12. Eupen, Klosterkirche Gestaltung des weihnachtlichen Festhochamtes
     
 
 
CD „A Capella“ – ein Dokument höchster Qualität
 
 
 
 
 
Unter dem Leitgedanken „Vereint für eine gute Sache“ fand am Sonntag, 28. November 1993 im Rahmen einer Konzertmatinee im Eupener Hotel Ambassador als Benefizkonzert zugunsten der Josephine-Koch-Stiftung statt. Bei dieser Gelegenheit stellte der Marienchor seine neue CD vor, die Chormusik aus fünf Jahrhunderten enthält.  Nach der Langspielplatte „Weihnachten in der Stadt“ präsentiert der Chor nun mit der CD-Produktion „A Cappella“ einen Querschnitt seines aktuellen Konzertprogramms. Die insgesamt 21 Titel umfassen stilistisch und inhaltlich sowohl geistliche als auch konzertante weltliche Werke – vor allem aus dem Umkreis der Romantik, sowie unterhaltsame Vokalwerke aus dem Bereich der sogenannten“ leichten Muse“. In seiner Ansprache betonte Chorpräsident Joseph Kockartz, dass es dem Chor eine besondere Freude sei, mit diesem Benefizkonzert sowie mit einem Teilerlös des Tonträger-Verkaufs der Josephine-Hoch-Stiftung eine echte Unterstützung zur Verwirklichung ihrer Ziele bieten zu können. Der Verteter der Stiftung, Präsident Jacques Keil, und Krankenpflegerin Petra Thewes, nutzten die Gelegenheit, nicht nur dem Marienchor für die lobenswerte Initiative zu danken, sondern auch, um den anwesenden Gästen Sinn und Zweck ihrer Vereinigung vorzustellen. Die Stiftung, benannt nach der Ordensfrau, die sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in besonderem Maße für die Kranken und Schwachen eingesetzt hatte, wurde 1991 im Rahmen des 150-jährigen Bestehens des Sankt-Nikolaus-Hospitals ins Leben gerufen.  Als VoE bietet die Josephine-Koch-Stiftung verschiedene Dienste an, wovon insbesondere die Palliativpflege und der kürzlich hinzugekommende „Dienst am alten Menschen“ zu nennen sind. (…)
Entstehung der CD
„A Cappella“, der zweite Tonträger des Marienchores, ist gleichzeitig als CD und als Musikkassette erhältlich. Ohne die finanzielle Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie die kostenlose und fachgerechte technische Hilfestellung des BRF bei der Aufzeichnung der 21 Chorwerke im Eupener Jünglingshaus wäre die nun vorliegende hervorragende Produktion wohl kaum möglich gewesen. Joseph Kockartz dankte ebenfalls dem unermüdlichen Dirigenten Ferdinand Frings, der in der Zwischenzeit bereits über tausend Fahrten zwischen Vaals und Eupen für den Marienchor zurücklegte, für seine Geduld und vor allem für seine minutiöse Arbeit, die sich in der Qualität der Aufnahmen widerspiegelt.
Liturgisches und weltliches Repertoire
Der Marienchor präsentierte zwölf Titel seiner aktuellen CD, die Chorwerke aus insgesamt fünf Jahrhunderten enthält. Schon die Interpretation des ersten Werkes (Dostojno jestj) – aus der russisch-orthodoxen Liturgie stammend  ließ die hohe Musikalität und die gesangliche Qualität des Chores erkennen. Klang auch das Negro-Spiritual „Steal away“ vielleicht etwas zu „europäisch“, so zeigte der 44-köpfige Männerchor doch, dass er zweifellos zu den besten unserer Region gehört. Vor allem die Ausgewogenheit der einzelnen Stimmlagen und die Klangfülle des gesamten Chores zeugen von einer intensiven und seriösen Vorbereitungsarbeit. Dass ein zahlenmäßig starker Männerchor die typischen Feinheiten eines Renaissance-Chanson („L’amour, la mort et la vie“ von Cl. Jannequin) durch die enorme Kraft seiner Stimmen mehr oder weniger einebnet, ist wohl nicht zu vermeiden. Als besonders publikumswirksam erwiesen sich die slawischen Volks- und Tanzlieder, die mit dem nötigen „Pep“ vorgetragen wurden. Dynamische Steigerungen und unverhoffte rhythmische Besonderheiten lockerten die Atmosphäre so, dass der Marienchor das Konzert nicht ohne die obligate Zugabe beenden durfte.
Aus GrenzEcho vom Mittwoch, 1. Dezember 1993
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Weihnachten in der Stadt: abwechslungsreich und bestens verpackt
Zweiter Advent, Sonntag, 5. Dezember 1993: die St. Katharinakirche in Kettenis war überfüllt! Mitgestalter war das Vokalensemble „Pro Arte“. 39 Marienchorsänger zwängten sich im engen Chorraum und brachten den Zuhörern ein Geschenk in Form von gutem Gesang, vielleicht zu international, jedoch abwechslungsreich und bestens verpackt in den verbindenden Worten unseres Konzertmoderators Achim Nahl. Höhepunkt war wohl das „Gefühl wie Weihnachten, als die vier hellen Stimmen des Knabenchores mit uns das slawische Wiegenlied sangen.
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