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1985

Musikalischer Ehrengast beim Kölner Chorfest
Gute Kontakte zur Kreis-Sängervereinigung vertieft
 
 
 
 

Am Samstag, 9. Januar 1985 veranstaltete die Kreis-Sängervereinigung Köln e. V. (Dachverband von über 80 Chören aus dem Kölner Raum) im Kristallsaal auf dem Kölner Messegelände seinen Konzert- und Gesellschaftsabend.

Zum fünften Mal bereits hatte der Vorstand der Kreis-Sängervereinigung Chorleiter, Präsidenten und Vorstände zu diesem gesellschaftlichen Höhepunkt gleich zu Beginn des Jahres in den »Kristallsaal der Kölner Messe« in Köln-Deutz eingeladen. Es waren über 1000 Personen dieser Einladung gefolgt.
Den Konzertteil bestritten, wie bei dieser Gelegenheit üblich, zwei »hauseigene«  Chöre und ein Gastchor.

 
 

Dank der überaus guten Verbindungen des Marienchores unter Präsident Josef Kockartz zur Kölner-Kreis-Sängervereinigung unter ihrem Vorsitzenden Karl Weissenberg, übernahmen die Eupener Sänger die ehrenvolle- Aufgabe der musikalischen Mitgestaltung des Abends.
Ehrenvoll, daß berühmte Kölner Komponisten und Musikfachleute zu den Ehrengästen zählten. Unter ihnen auch Wolfgang Lüderitz, Chorleiter der Kölner Sängervereinigung, dessen Kompositionen der Marienchor schon seit Jahren in seinem Repertoire aufgenommen hat. Noch im vergangenen Jahr wurde das raffiniert gesetzte Werk »Piet Hein«, eine Komposition, die höchsten Ansprüchen genügt, für die Wales-Tournee einstudiert. Nach dem offiziellen Konzertteil des Abends bot sich dem Eupener Vorstand und Chorleiter Frings die Gelegenheit, mit dieser illustren Persönlichkeit ins Gespräch zu kommen und wertvolles Gedankengut mit auf dem Heimweg zu nehmen.

 
 

Den Auftakt des Konzertes bildete der »Chor 61-cantus mundi« unter Dirigent Hans-Klaus Wagner mit einem bunten Angebot an Liedern aus verschiedenen Ländern der Erde. Bemerkenswert bei diesem gemischten Ensemble der gehobenen Spitzenklasse war in erster Linie die Tatsache, daß sämtliche Musikstücke im Dialekt des Herkunftslandes vorgetragen wurden. Wenn man dann im nachhinein erfährt, daß die Mitglieder dieses Ensembles ebenfalls aus allen Ecken der Welt herstammen, versteht man nur zu gut, weshalb die vorgetragenen Melodien nicht nur ein Schmaus fürs Ohr waren, sondern auch der Text dazu noch ungemein »echt« klang. Das knapp 50 Sängerinnen und Sänger umfassende Ensemble war das Beste, was der Kölner Großraum an Chören zurzeit zu bieten hat. Die Anwesenden werden sich dessen sicherlich gerne erinnern!

Es folgte im Anschluss der Auftritt des MGV Rheinmelodiker 1939 e.V. unter der Leitung von Winfried Schönberg.
Unter Ferdinand Frings präsentierte auch das Eupener Marienchor-Ensemble einen bunten Strauß volkstümlicher Melodien aus vielen Kulturkreisen der Erde. Gleich zu Beginn die Referenz an A.E.M. Grétry, dessen »Le rossignol« die ganze Schönheit der getragenen Polyphonie aus der . Zeit der französischen Revolution zur Geltung brachte. Die Partitur der Tenorstimmen verdient hier besondere Erwähnung, da sie für die Eupener Sänger wie geschaffen scheint.

 
 

Anspruchsvoll ging es mit einer zeitgenössischen Genzmer-Komposition weiter. Die »Römischen Weinsprüche « hatten es in sich! Konzentrationsschwächen in den Bassstimmen hingegen ließen hier in verschiedenen Passagen die Nuancen vermissen. Immer ausgereifter hingegen klingt das am Ende rasend dahinschmetternde Kolo-Lied von Mirk, mit dem die Eupener zunehmend zu begeistern wissen. Zu gefeierten Solisten wurden die Bassstimmen in der mährischen Volksweise vom »Junggesellen«, die Willy Sendt überaus effektvoll und schelmisch zu vertonen verstand! »0j galebi sivi« aus der Feder des jugoslawischen Zeitgenossen Simoniti bot den beiden Tenören Hans und Gerd Aussems ausreichend Gelegenheit, ihre geschulten – und immer noch hinreißenden Solostimmen vor einem gewiss nicht unsachverständigen Publikum unter Beweis  zu stellen.
Bevor das angesagte Programm zu Ende ging, erklang – auf Wunsch des Vorstandes der Kreis-Sängervereinigung – das herrliche ungarische Tanzlied »Dana, dana« von Bardos – ein musikalisches Feuerwerk, das die Eupener von ihrer Ungarn-Tournee‘ im Oktober 1981 mit nach Hause nahmen und das seitdem bei allen Konzertauftritten  zum „ Pflichtwerk“ geworden ist. Man muss es einfach gehört haben!
So kam es dann, daß Moderator Heinz-Willi Löhr. ansonsten gefeierter »Büttensolist« im Kölner Femseh-Karneval, die Bühne für weitere Zugaben freigeben musste. Nach zahl reichen Kontakten mit den anwesenden Chorvertretern und vielen guten Wünschen traten die Eupener zu vorgerückter Nachtstunde die Heimreise an, in der Gewissheit, im Kölner Raum viele neue Freunde hinzu gewonnen zu haben.


© GrenzEcho, 9. Januar 1985

 
 
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