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1966

1966 – Erstmaliger Auftritt im Musikonservatorium von Verviers

     
16.01. Eupen, Kolpinghaus Weihnachtsfest mit Mädchenchor des Heidberginstituts und Sängerknaben des Collège Patronné
30.01. Eupen, Klosterkapelle Garnstock Gestaltung der Abschlussfeier zur Weihnachtszeit bei den Franziskanern
04.02. Eupen, Café Knauf Kappensitzung
13.02. Eupen, Klosterkirche Gestaltung der „Monatsstunde“
21.02. Eupen, Kolpinghaus Rosenmontagsball des Marienchores
20.-23.02. Eupen, Klosterkirche Gestaltung des Abschlussfeier des 40-stündigen Gebetes – anschl. Fischessen im Speisehaus Reichl
23.02. Eupen, Klosterkirche  
20.03. Eupen, Klosterkirche Gestaltung einer Messfeier für die Lebenden und Verstorbenen des Chores
10.04. Eupen, Klosterkirche Gestaltung des Hochamtes am Ostersonntag
29.05. Eupen, Klosterkirche Gestaltung des Hochamtes am Pfingstsonntag
04.06. Eupen, St. Josef Gestaltung der Messe zur Diamanthochzeit unseres Sangesbruders Simon Willems
04.06. D-Königswinter Vereinsausflug, Kurkonzert, Hochamt, Weinpokal und Düssel-Alt
05.06. D-Königswinter Gestaltung des Hochamts und Weiterfahrt nach Düsseldorf
12.06. Eupen, Nikolauspfarre Teilnahme an der Fronleichnamsprozession
05.08. Eupen, Speisehaus Reichl geselliger Abend auf Einladung der Hausherren
18.09. Lontzen, Pfarrkirche Teilnahme am Dekanatstreffen der Kirchenchöre
16.10. Eupen, Klosterkirche Gestaltung einer Messfeier für eine 500-Personen-Reisegesellschaft & Ständchen
22.10. Eupen, Jünglingshaus Internationales Chorkonzert – Programmflyer (PDF)
30.10. Gemmenich, Dorfsaal Herbstkonzert
11.11. Eupen, Ehrenfriedhof Gestaltung der Feierlichkeiten zum Waffenstillstandstag
12.11. Malmedy, „Ferme Libert“ Familienabend
13.11. Recht, Dorfsaal Konzert beim Patronatsfest des Kirchenchores
04.12. Verviers, Konservatorium Konzertauftritt im Rahmen der „Association des concerts du dimanche matin“ – Programmflyer (PDF)
24.12. Eupen, Klosterkapelle Garnstock Gestaltung der Mitternachtsmette
     
 
 
„Lottokönig Otto“ beim Weihnachtsfest
In einer Pressemitteilung des Chores hieß es: „Am Sonntag, 16. Januar 1966, um 19 Uhr veranstaltet der Kgl. MGV Marienchor im großen Saal des Kolpinghauses, Bergstraßr, sein traditionelles Weihnachtsfest. Dem allgemeinen Wunsche entsprechend, werden bei dieser Gelegenheit u.a. die Gemeinschaftschöre des internationalen Chorkonzertes vom Frühjahr vergangenen Jahres zu Gehör gebracht, dies unter der freundlichen Mitwirkung des Mädchenchores des Heidberginstituts sowie der Sängerknaben des Collège Patronné. Im ersten Teil des Abends werden Werke von Händel, Verdi (der immer wieder begehrte Gefangenenchor aus „Nabucco“ wird ebenfalls zu Gehör gebracht) und Bearbeitungen des Dirigenten unterhalten. Der Marienchor wird Weihnachts- und mehrsprachige Volkslieder vortragen, während ein Terzett des Chores  mit dem Singspiel „Das fidele Gefängnis“ den ersten Teil des Abends beschließt.  Im zweiten Teil bringt der Marienchor Werke von Schubert, Beethoven, Burleigh, Lissmann und W. Mommer zu Gehör. Dass beim Weihnachtsfest des Marienchores ein zünftiges Lustspiel nicht fehklen darf, ist langsam zur Tradition geworden. So können Sie sich in diesem Jahre an den Freuden und Leiden des „Lottokönig Otto“ ergötzen, Schwank in einemAufzug von Otto Löwe. Nach dem offiziellen Teil spielt die Kapelle „The Blue Boys“ zum Tanz auf. Eine reichlich bestückte Verlosung wird für manchen glücklichen Gewinner sorgen. Bitte besuchen Sie uns, es wird für Sie ein unvergesslicher Abend werden. Kgl. MGV Marienchor Eupen, der Vorstand“

 
 
 
 
Vereinsausflug, Kurkonzert, Hochamt, Weinpokal und Düssel-Alt
Am Samstag, 4. Juni 1966 ging es im Laufe des Nachmittags bei ausgezeichneter Stimmung und strahlendem Sonnenschein durch die deutsche Eifel in Richtung Königswinter, wo wir gegen 17.10 Uhr eintrafen und sogleich Quartier bezogen. Um 18 Uhr startete das angekündigte Kurkonzert. Herr Kreischer, Präsident des „Quartettvereins Siebengebirge“ begrüßte den Marienchor und bot uns einen Pokal Rheinwein an, der zwischen den einzelnen Darbietungen die Runde machte. Herr Hoffman, Leiter des dortigen Verkehrsbüros hieß uns im Namen der Stadt Königswinter herzlich willkommen und wünschte uns ein angenehmes Wochenende am Rhein zu Fuße des Drachenfels. Zahlreiche Zuhörer lauschten unseren Darbietungen, die mit herzlichem Beifall aufgenommen wurden. Nach dem Konzert wurde das Abendessen im Westfalenhof serviert.
Gegen 20 Uhr trafen wir uns dann an der Drachenfelsbahn mit den Sangesfreunden des „Quartettverein Siebengebirge“ und fuhren hinauf zum Winzerhäuschen.  Dort in luftiger Höhe genossen wir einen wunderschönen Ausblick auf den Rhein. Bis nach Mitternacht saßen wir draußen bei Gesang und einem guten Tropfen Wein. Es war ein gemütlicher Abend, aufgelockert durch einige Lieder und humoristischen Vorträgen. Kurz nach 1 Uhr sah man dann die ersten Marienchörler schwungvoll zu Tal gehen. Wohl mancher wird Angst gehabt haben, die Bremsen zu lockern…. Doch alle sind heil im Quartier angekommen, die einen zur vernünftigen Zeit, die Anderen etwas später!
Sonntagmorgen beim Frühstück wurden dann die ersten Erinnerungen ausgetauscht, für manchen wohl noch etwas verschleiert. Alle hatten heimgefunden, nur die Noten wollten den Sonnenaufgang im Winzerhäuschen erleben… sie wurden kurz dem Beginn des Hochamtes runtergebracht.
Beim Hochamt sangen wir die „Missa in Conceptione Immaculata“ von Willy Mommer. Anschließend trafen wir uns wieder mit den Freunden aus Königswinter zu einem Frühschoppen. Es wurden Geschenke ausgetauscht und fleißig gesungen. Nach dem Mittagsmahl gab es noch reichlich Gelegenheit, am Bett des Vaters Rhein entlang zu bummeln,  bis dann gegen 16 Uhr ein Gewitter aufzog und der Marienchor sich zum Bus in Bewegung setzte. Es wurde Abschied genommen und unseren Gastgebern ein „Auf Wiedersehen in Eupen“ zugerufen.
Unter Donner und blitz fuhren wir in Richtung Düsseldorf. Nach einigem Suchen fanden wir zwar das gewünschte Restaurant, aber nicht den Herrn Dirigenten vor, der in einen Stau auf der Autobahn geraten war. Ein ausgezeichnetes Abendessen, ein gutes Glas Düssel-Alt ließen uns bei froher Stimmung einen angenehmen Abend verleben. Herr Peffgen, unser liebenswürdiger Gastgeber, verstand es im Wetteifer mit unserem Präsidenten die gute Laune durch, sagen wir mal „würzige Witze“ über Wasser zu halten…. Kurz vor Mitternacht wurde aufgebrochen.
Eine schöne Ausfahrt lag hinter uns. Wohl manche Bedenken hatten bestanden, einen überlaufenen Rheinort als ziel zu wählen, doch niemand wird von dieser Fahrt an den Rhein enttäuscht gewesen sein. Es sei denn, der Besitzer des Wagens Marke DKW, Sportmodell, hellgelb, der einem „als Streuselkuchen getarnten Hähnchen zum Opfer fiel“… Ja, der hatte es aufs Dach bekommen!